Fotografie: Olympus, oder mit dem Ende einen Neuanfang starten.

Wir schreiben Februar 2020. Olympus stellt die Olympus OM-D E-M1 Mark III vor. Und nur 4 Monate später verkündigt Olympus den Verkauf seiner Kamerasparte an die japanische Investmentfirma JIP (Japan Industrial Partners). 1936 fing alles mit der Semi-Olympus I an. Eine Balgenkamera die mit einem 120er Rollfilm genutzt werden konnte.

84 Jahre später wurde das Ende von Olympus, als Kamerahersteller besiegelt.

Zwischenzeitlich hat JIP (Japan Industrial Partners) eine hochpreisige MFT-Kamera herausgebracht, die sogar noch den Olympus Schriftzug hat. Gemeint ist die OM-1 die derzeit für ca. 2.200 Euro (nur Body) angeboten wird.

Ich selbst hatte schon einige Jahre mit verschiedenen Olympus-Modellen gearbeitet, dann kam der APS-C-Ausflug mit der Fuji X-T4 und nur kurze Zeit später war es dann eine Vollformatkamera, eine Nikon Z5. Ich wurde angelockt mit dem größeren Dynamikumfang von APS-C und dem Vollformatsensor und der besseren Low-Light-Qualität. Doch wurden meine Fotos deshalb besser? Ein klares NEIN!

Sicher die Kameras sind sehr gut, also rein technisch gesehen durchaus „besser“ als eine MFT-Kamera, wenn man nur auf den Sensor schaut. Aber eine Kamera besteht halt aus viel mehr Dingen wie dem Sensor. Das für mich wichtigste ist die Haptik. Denn was nützt mir die Technik, wenn ich die Kamera ungern in die Hand nehme? Bei der Fuji hatte ich mir eine Grifferweiterung dazugekauft, da dieser im Original ziemlich klein ausfällt. Bei der Nikon, die vom Griff deutlich besser war, fehlte mir schlussendlich ein dreh-und schwenkbares Display. Wer schon mal ein Hochformatfoto in Bodennähe gemacht hat, der hat vom einfachen Klappdisplay der Nikon rein gar nichts und muss sich schlussendlich auf den Boden legen, um das Foto zu schießen. Das kann man natürlich machen, muss man aber nicht.

Nach langem hin und her habe ich mich nun wieder dem MFT-Sensor zugewandt und mir eine gebrauchte Olympus OM-D E-M1 Mark III gekauft. Dazu noch als bisher einziges Objektiv, das Olympus 75-300mm, auch als Gebrauchtware. Beides jeweils von einem Händler mit Garantie. Finanzielle Ersparnis gegenüber der Neuware sind stolze 600 Euro gewesen.

Mit der Olympus war es wie ein nach Hause kommen. Was daran lag, dass ich schon mit Olympus gearbeitet habe. Ich nahm sie in die Hand und es fühlte sich gut an. Die Bedienung wie auch das Menü waren alte Bekannte. Für das Telezoom-Objektiv habe ich mich entschieden, da ich in letzter Zeit immer wieder versucht habe, freilebende Tiere zu fotografieren. Von Libellen bis zu Störchen sind mir dabei einige schon vor die Linse gekommen.

Aber auch andere Dinge sind mit diesem Kamera-Setup einzufangen, wie ihr an diesen Fotos sehen könnt:

Insgesamt freue ich mich derzeit sehr, mit dieser Kamera unterwegs zu sein. Ein, oder zwei Objektive werden sicher in naher Zukunft noch folgen. So ist das Ende von Olympus ein Neuanfang für mich geworden.

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