Fotografie: Ist ein privater Foto-Blog noch zeitgemäß?

Hallo Freunde des belichteten Sensors.

Der Titel von diesem Beitrag ist eine Frage, die ich mir in letzter Zeit immer wieder beschäftigt. Lohnt es sich noch einen Blog zu betreiben in den es hauptsächlich um die Fotografie geht?

Sicher ich, der „nur“ ein Hobbyfotograf bin, braucht sich ja eigentlich keine Gedanken machen ob die Beiträge gelesen werden, oder nicht. Ich habe ja keine finanziellen Interessen.  Doch, stimmt das wirklich? Ich glaube nicht. Denn wenn ich einen Blog betreibe, möchte ich ja mit ihm andere Menschen erreichen. Ansonsten könnte ich auch für mich ein reines Tagebuch schreiben, welche nie online geht. So war auch eine Aussage bei einer kurzen „Diskussion“ auf Mastodon. Dort wurde auch die Frage in den Raum gestellt, ob nicht ein reiner Newsletter sogar besser wäre als ein Blog.

Ich persönlich freue mich über alle Besucher, die meine Beiträge lesen und vielleicht hier und da sogar einen Kommentar hinterlassen. Was mir aber bewusst wurde, dass ich nach meinem Weggang von Facebook, Instagram und Twitter und weil ich seitdem nur noch auf Mastodon zu finden bin, ich erhebliche Einbußen an Besucherzahlen verzeichnen musste.

Aber das stört mich eigentlich nicht sehr. Mastodon ist mein neues virtuelles Wohnzimmer geworden und ich fühle mich wohl dort. Nur um mehr Besucherzahlen zu bekommen, würde ich nicht noch mal zu den drei oben genannten Online-Diensten wechseln. Doch zurück zum Anfang. Lohnt sich ein privater Blog noch in der heutigen Zeit? Wenn ich es nur von den Besucherzahlen abhängig mache, ist die Frage eher, ob ich die Beiträge veröffentliche, die mir wichtig sind, oder schreibe ich, damit andere daran gefallen haben? Denn das sollte meiner Meinung nach die wichtigere Frage sein.

Ich für mich habe entschieden es so lange es weiterzumachen, in meinem Stil und in meinem Tempo, solange ich noch Spaß daran habe und es noch einige Leser gibt. Ob es viele sind oder nicht, ist dabei nicht so wichtig. Ich weiter machen und freue mich über jeden Leser, egal ob er/sie neu, oder von Anfang an dabei ist.

Ich hoffe ihr konntet meine Gedankengänge folgen und bleibt mir weiterhin freundschaftlich gewogen.

8 Antworten auf „Fotografie: Ist ein privater Foto-Blog noch zeitgemäß?“

  1. Hi Holger,

    ich kommentiere mal hier. Ich lese gerne Blogs und möchte auch auf meinen eigenen nicht verzichten. Auch wenn die Besucherzahlen weit von den Werten entfernt sind, wo sie vor ein paar Jahren noch waren. Trotzdem lesen bei mir immer noch viele Menschen mit, die Artikel werden über Google gefunden und gelesen, zudem habe ich viele Stammleser.

    Ich möchte einfach meine Beiträge, die für Social Media zu lang wären, in meinem eigenen „zu Hause“ behalten. Da fummelt kein dritter Anbieter rum, da gibt es keine Algorithmen, es gibt nur meine Regeln. Ich kann mich dort nach Herzenslust austoben und machen, was mir gefällt.

    Ich freue mich dabei über jeden Leser und jede Leserin. Selbst wenn die Zahlen weiter sinken würden, würde ich den Blog trotzdem niemals aufgeben.

    LG Thomas

    1. Hallo Thomas, vielen Dank für dein Feedback.
      Ich glaube der Spass am schreiben sollte grundlegend der eigene Antrieb sein.
      Wenn irgendwann mal keine Besucher da sein, dann kann ich mir immer noch Gedanken machen, wie es weiter geht.

      Gruss

      Holger

  2. Wie Thomas schon schreibt, es geht nicht um die Besuchszahlen, es geht um mein virtuelles Wohnzimmer wo kein anderer drin rumfummelt. Das war damals meine Motivation, erst eine Fotowebseite mit Blog und später den reinen Blog on zu stellen. Die Fotowebseite hatte ich dann off genommen, weil zwei Seiten gleichzeitig zu nervig waren und es super geht, auch meine Bilderthemen im Blog mit unter zu bringen. Da der Blog schon lange besteht, gibt es natürlich Stammleser und goggle und Co führen auch immer wieder neue Leser her.
    Selbst bin ich auch fleißiger Blogleser und würde es echt vermissen, wenn es keine mehr gäbe.
    Lg

  3. Was ist denn dieses „sich lohnen“? Warum muss sich etwas lohnen damit man etwas macht. Generell gefragt. Wenn man es nüchtern betrachtet ist es immer die Frage der eigenen Definition. Wenn ich mir Aufwand , kosten in Relation zu Besucherzahlen und Affiliate Einnahmen setze. Klares nein. In Bezug zu Kommentaren. Klares nein. Bezug zu Besucher. Kommt darauf an. Jetzt kann ich wieder alles optimieren. Aber was will ich denn? Leser? Geld? Reichweite. Ergänzung als …? Spaß? Oder vielleicht einfach ein Hobby und möchte andere an meinem Alltag, leben wissen teilhaben lassen.

    1. Es „lohnen“ ist vielleicht der falsch Ausdruck.
      Doch wenn kaum oder keine Leser es interessiert was ich schreibe, warum sollte ich es dann noch veröffentlichen?

  4. Hallo Holger,

    Du sagst es, es ist der Faktor Spaß.

    Beim eigenen Blog kann Dir niemand reinfunken oder Vorgaben machen. Du bist Dein eigener Herr.

    In diesem Sinne, noch ganz ganz viel Spaß Dir 😀

    LG Bernhard

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