Fotografie

Fotografie: Einmal Heidelberg und nie wieder!

Hallo Freunde des belichteten Sensors.

Ich war vor einigen Tagen in Heidelberg zum Fotografieren. Doch fangen wir mal an wie sich das Ganze zugetragen hat.

Mein Freund Mike, der südlich von Hamburg wohnt, wollte seine Eltern in Baden-Württemberg besuchen. So kamen wir auf die Idee uns zu treffen und gemeinsam auf Fototour zu gehen. Das Ziel war relativ schnell gefunden. Es sollte die Stadt Heidelberg werden. Also günstiges Zugticket besorgt und dann hieß es nur noch warten auf den Tag, an dem wir uns treffen wollten.

So wie es aber manchmal das Leben einem eine Strich durch menschliche Planung macht, so geschah es auch bei uns. Mein Freund Mike musste leider absagen, da etwas dazwischengekommen war, so dass er auch nicht seine Eltern besuchen konnte. Damit war der Trip nach Heidelberg hinfällig, oder vielleicht nicht?

So schade es war das mein Freund nicht kommen konnte, hatte ich immer noch ein Zugticket hier liegen, das nicht stornierbar war. Also entschied ich mich Heidelberg allein zu besuchen. Da es in Heidelberg viele Dinge gibt, die man sich ansehen kann, habe ich mich im Vorfeld dafür entschieden, mir die Karl-Theodor-Brücke, die auch die alte Brücke genannt wird, anzusehen und vielleicht das eine oder andere Foto zu machen.

Gesagt, getan. So stand ich um 8 Uhr morgens am Bahnhof. Der erste Zug kam sogar pünktlich, was mich ein wenig ins Staunen brachte. Aber schon beim Umsteigen am nächsten Bahnhof hat mich die Deutsche Bahn nicht enttäuscht. Durch eine Verspätung ging es erst 30 Minuten später weiter. Da ich aber keinen wirklichen Termin hatte, war mir das fast egal. Wer mit der Deutschen Bahn fährt, muss eben damit rechnen das es Verspätungen gibt und man manche Anschlusszüge dadurch verpasst. Klingt komisch, ist aber so.

Ich bin dann bis zur Station Heidelberg-Altstadt gefahren, um von dort aus meine Fototour zu starten. Die alte Brücke liegt ca. 1 km von dieser Station entfernt und ich ging am Neckar entlang meinem Ziel entgegen. Das Wetter war sehr gut, für mich schon etwas zu gut. Als ich so gegen 11 Uhr in der Nähe der Brücke kam, suchte ich mir erst einmal einen schattigen Platz. Das an diesem Tag die Temperatur auf über 30 Grad steigen sollte und Schattenplätze rar wurden, war ich froh diesen Platz für eine Verschnaufpause zu nutzen.

Dort habe ich zum ersten Mal eine Panorama-Aufnahme gemacht, und zwar nicht mit dem Smartphone. Dabei habe ich die Olympus-Kamera auf dem mitgebrachten Stativ hochkant befestigt und mit einigen Abständen 11 Fotos erstellt und später daheim am Rechner mit Lightroom zusammengefügt. Das Ergebnis seht ihr hier:

Das Lustige daran ist ja, dass der Neckar dort keine Kurve macht, sondern gerade fliest. Doch die Zusammenfügung der 11 Aufnahmen bringt ein Foto hervor das es so in der Realität nicht gibt. Es gibt sicher eine Erklärung dafür, die mir aber im Moment nicht einfällt.

Noch kurz zum Stativ. Ich habe es extra wegen dieser Panorama-Aufnahme mitgenommen. Das habe ich aber relativ schnell bereut. Das Stativ mit dem Kugelneiger von Novoflex wiegt gut 2kg. Das klingt nicht viel, aber für den Slingbag in dem ich meine Kamera sowie zwei 0,5 Liter Wasserflaschen verstaut habe, waren das zwei überflüssige Kilogramm. Der Slingbag bekam Schlagseite und so wurde das Tragen dieser Konstruktion sehr unbequem. Das nur so am Rande.

Ich bin dann aus dem schattigen Platz weiter zur Brücke gelaufen und habe, dort angekommen, versucht ein halbwegs gutes Foto von dem Brückentor mit den zwei weißen Türmen zu machen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis die größere Gruppe an Touristen gegangen ist. Doch schon die nächste Gruppe stand in den Startlöchern, um durch eine Touristenführer mit Headset nähere Infos zu dieser Brücke zu bekommen.

Ich bin dann in die Altstadt „geflüchtet“, in der Hoffnung das sich diese Touristengruppen dort etwas verteilen. Dem war leider nicht so. Überall Touristengruppen die durch die Straßen und Gassen von Heidelberg zogen. So blieb ich nur ca. 2 Stunden in diesem Gewusel. Dann war bei mir der Punkt gekommen, auf mich selbst achtzugeben. Denn neben den vielen Menschen war auch die Lautstärke, die diese Menschen ausstrahlten, sehr hoch. Alles zusammen eine psychische Belastung für mich.

Natürlich weiß ich das ich selbst auch als Tourist vor Ort war, um mir die eine oder andere Sehenswürdigkeit anzusehen. Doch wenn nur noch viele Menschen um einen herumstehen und Fotos mit Smartphones auf Selfiesticks oder per Tablet machen und auch nicht darauf acht geben das sie jeweils für andere Menschen durchs Bild laufen, dann ist das nicht mehr meine Welt.

So bin ich dann wieder zu dem schattigen Platz am Neckar gegangen, um mich auszuruhen. Denn zwischenzeitlich war auch die Mittagshitze so stark, dass ich auch keine Lust mehr hatte irgendwo anders hinzugehen. So machte ich noch eine Aufnahme von der Brücke aus diesem schattigen Ort heraus, wobei ich von einer Nilgans skeptisch beobachtet wurde.

Ich ging dann wieder diese 1km bis zum Bahnhof, natürlich in praller Sonne. Dort fuhr ich erst einmal bis zum Heidelberger Hauptbahnhof. Dort versuchte ich die Zeit totzuschlagen, bis mein Zug in die Heimat fuhr. Doch auch dort war ein Gewusel an Menschen und ich habe mir einfach den nächsten Zug zurückgenommen. Bei der Rückfahrt war wie die Hinfahrt Verspätung der Deutschen Bahn ein Muss. Das dazu in einem Zug die Klimaanlage ausgefallen ist, hat das Ganze abgerundet.

Wenn ich nicht ein schon ein Zugticket gehabt hätte, wäre ich sicher nicht gefahren. Doch so verbuche ich das Ganze unter Erfahrungsbedingungen. Spätschäden hat der Tag auch noch mitgebracht. Zum einen den Sonnenbrand im Nacken und die Lust mich mit Freunden zu treffen ist auch gegen Null. Ich brauche erst einmal Ruhe, um mich von diesem anstrengenden Tag zu erholen.

Mit einem Foto vom Brückenaffen endet hier mein Bericht.

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