Depression und glücklich sein.

Allein diese Überschrift dürfte für einige Verwirrung sorgen. Denn das passt ja gar nicht zusammen, oder?

Doch, sage ich!

 Natürlich nicht, wenn ich eine depressive Episode habe. Das dürfte klar sein. Aber in den Zeiten die dazwischen liegen. Auch wenn selbst dann die Depression mir einreden will, dass ich nicht glücklich sein darf.

Ihre Argumentation klingt sogar fast logisch und nachvollziehbar.

„Du bist krank! Du bist wegen dieser Krankheit sogar berufsunfähig und berentet worden. Wie schaut das denn aus, wenn du lachend über einen Witz zwischen deinen Freunden stehst? Du wirkst dann gar nicht mehr krank, sondern froh und gesund. Also lass das!“

Doch genau das will ich nicht mehr. Ich darf glücklich sein, wie jeder andere Mensch auf dieser Welt! Ich darf lachen und mit Freunden eine gute Zeit haben. Sich das durch diese falschen Anschuldigungen der Depression in den guten Zeiten zu vermiesen, ist der falsche Weg. Ich lache gerne und bin auch für fast jeden blöden Spruch zu haben, wenn ich keinen depressiven Schub, oder eine depressive Episode habe.

Natürlich weiß ich, dass es durchaus nach Außen komisch aussieht. Viele verstehen nicht das ich krank bin und trotzdem Freude und Glück verspüren kann/darf. Wenn ich es mir nicht selbst erlaube Freude zu verspüren, wer sollte es sonst? So ist jetzt gerade, wo ich diese Zeilen schreibe, eine gute Zeit und ich kann sie nutzen, um diesen Beitrag zu verfassen.

Heute Nachmittag kommt Enkelkind 1 und wir werden viel Spaß haben und viel rumblöden. Denn heute ist ein guter Tag und ich lasse ihn nicht durch die falschen „Argumentationen“ der Krankheit Depression kaputt machen.

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